Bei Rommé gewinnt nicht, wer die meisten Punkte macht, sondern wer die wenigsten sammelt. Das klingt paradox, ist aber der Kern des Spiels: Jede Karte, die am Rundenende noch auf deiner Hand liegt, zählt gegen dich. Wer als Erster „aus” ist, schreibt eine glatte Null – alle anderen zahlen. Diese Seite erklärt, wie du eine Hand korrekt bewertest, und stellt dir einen Rechner zur Seite, der das Kopfrechnen übernimmt.
Die Grundregel
Am Ende einer Runde – also sobald jemand seine letzte Karte abgelegt und „ausgemacht” hat – deckt jede unterlegene Person ihre restlichen Handkarten auf und addiert deren Werte. Diese Summe sind ihre Minuspunkte für die Runde. Ziel über ein ganzes Spiel ist es, möglichst wenige Minuspunkte anzuhäufen.
Die Kartenwerte
Die Werte sind schnell gelernt und in fast allen Rommé-Runden gleich:
| Karte | Wert |
|---|---|
| 2 bis 10 | Aufdruck (2–10) |
| Bube, Dame, König | je 10 |
| Ass | 11 (auf der Hand am Zugende) |
| Joker | 20 |
Zwei Feinheiten lohnen sich zu merken. Erstens das Ass: In einer Folge kann es oben oder unten stehen, aber wenn es am Rundenende auf deiner Hand liegt, kostet es immer 11 Minuspunkte. Zweitens der Joker: Mit 20 Punkten ist er die teuerste Karte im Spiel. Ihn bis zum Schluss zu horten, ist der klassische Anfängerfehler.
Der Rechner
Statt im Kopf zu addieren, tippst du deine Handkarten einfach ein – der Rechner zeigt dir die Summe sofort:
Tippe die Karten an, die du noch auf der Hand hast:
Noch keine Karten gewählt.
Praktisch ist das vor allem bei gemischten Blättern mit hohen Karten und Jokern, wo man sich leicht verzählt. Für eine ganze Spielrunde am Tisch reicht ein Blatt Papier: eine Spalte pro Person, eine Zeile pro Runde.
Ausmachen zählt null
Wer die Runde beendet, indem er seine letzte Karte ablegt (im Standardmodus mit einem finalen Abwurf), schreibt 0 Punkte. Das ist der eigentliche Anreiz, schnell auszumachen: Du entkommst nicht nur den eigenen Minuspunkten, du zwingst allen anderen ihre Handsummen auf. Ein einziger nicht rechtzeitig abgelegter Joker kann eine ganze Runde entscheiden.
Beispiel für eine Auswertung
Angenommen, jemand macht aus und du hältst noch K♠, 7♥, 7♦ und einen Joker. Dann rechnest du: 10 (König) + 7 + 7 + 20 (Joker) = 44 Minuspunkte. Hättest du die beiden Siebenen mit einer dritten zu einem Satz ausgelegt und den Joker eingesetzt, läge deine Restsumme bei nur 10 Punkten – der Unterschied, den ein einziger Zug ausmacht.
Punkte live erleben
In Royal Robber Rummy zählt das Spiel automatisch – du konzentrierst dich aufs Auslegen und Rauben.
Über mehrere Runden
Ein Rommé-Spiel geht meist über mehrere Runden oder bis zu einer vereinbarten Punktgrenze (etwa 500). Nach jeder Runde addierst du die neuen Minuspunkte zur laufenden Summe. Wer zuerst die Grenze überschreitet, hat verloren – oder umgekehrt: Am Ende gewinnt, wer die niedrigste Gesamtsumme vorweist. Wenn du die Regeln dahinter noch einmal nachlesen willst, findest du sie kompakt in den Rommé-Regeln; für den Einstieg hilft die Anleitung für Anfänger.
- John McLeod, „Rummy", Pagat.com — Regel-Referenz der Rommé-Familie, inkl. Kartenwerte
- Wikipedia: Rommé — deutsche Wertungs- und Hausregeln
- Royal Robber Rummy (Spielio) — unsere Umsetzung mit automatischer Wertung